WIE DAS DENKEN BEWEGLICH WIRD – Ein Tag mit dem Körper in der Natur 06.06.2015

Entdecken Sie die Magie des Denkens. Mit den Wanderschuhen an den Füßen machen wir uns auf in die Natur. Wir folgen dem Wegweiser, der Körper und Denken verbindet, und lassen uns von den vielfältigen Möglichkeiten unseres Bewusstsein überraschen.

Treffpunkt: Düsseldorf Hubbelrath, Restaurant Kaiserhaus, Erkrather Landstr. 82
Kosten: 350 € (zzgl. 19% Mwst.)
Infos: www.sonnos.net

 

 

Was ist wirklich wichtig?

Immer wieder beschert uns das Leben Zeiten von Orientierungslosigkeit und Verwirrung. Es gibt so vielfältige Herausforderungen – die sich in der Regel auch noch alle gleichzeitig ereignen.

Mir hilft dann manchmal nur der innere Reset-Knopf: Was ist wirklich wichtig?
Mein Fazit: Alle Dinge sind einfach – und gemeinsam ist es leichter.
Was meinen Sie?

A reminder of the important things in life
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Der verlorene Geschmack

Ich habe mich schon oft gefragt, wo eigentlich der Geschmack der Tomaten geblieben ist… Bei ZEIT online entdeckte ich die Video-Serie Dr. Max erklärt die Welt. Dort werden interessante wissenschaftlicher Erkenntnisse alltagstauglich erklärt.

Dr. Max erklärt die Welt: Tomaten
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In seinem letzten Video erläutert Dr. Max, dass Tomaten ihren Geschmack verlieren, weil sie in einer Umgebung aufwachsen, die sie verwöhnt und unterfordert. Sie wurzeln nicht mehr in der Erde, sondern in Steinwolle. Sie werden regelmäßig mit Nährlösungen versorgt. Ihnen geht es einfach zu gut. Sie müssen keinerlei Stress mehr durchleben – und verlieren damit ihren Geschmack und ihre Originalität.

Uns Menschen geht es wie den Tomaten. Erst durch die Reibung mit den Hindernissen und Engpässen des Lebens wachsen Werte und unser individueller Geschmack. Entwicklung ohne Wachstumsstress fördert geschmacklose Beliebigkeit – aber keine Reife. Jemandem die beste Lösung zu präsentieren – statt ihn darin zu unterstützen, dass er sie sich erarbeitet kann – scheint mir ein folgenschwerer Geschmackszerstörer zu sein…

Was für eine Herausforderung an die Pädagogik und die Führung…

Tibet 5: Gebete im Wind

Wer in den Bergen des Himalajas unterwegs ist, kommt am Tibetischen Buddhismus nicht vorbei. Die Spiritualität der Menschen entspringt hier mitten in der Natur. Sie ist in jeden Pass, in jeden Fluss, in jedes Tal eingeschrieben. Die Menschen, die in der Höhe leben, wissen, dass sie nur verbunden mit der Natur überleben können. Die chinesische Regierung hat in den 60ger Jahren versucht die kommunistische Agrarwirtschaft auf Tibet zu übertragen – Tausende von Menschen sind in dieser Zeit verhungert… Wer nicht mit der Natur lebt, wird hier von ihr vernichtet.

Bei der Umrundung des Kailash habe ich den Wind als meinen Gegner erlebt. Er war eiskalt, er saß mir ständig im Nacken oder blies mir ins Gesicht. Er zerrte unentwegt an meinen Nerven. Ich bestaune, wie sehr die einheimischen Pilger davon ausgehen, dass die Natur auf ihrer Seite ist. Sie erleben den Wind – wie jedes andere Naturelement auch – als Verkörperung des Göttlichen.

Da der Schutz des Lebens unter diesen extremen Bedingungen viel Aufmerksamkeit braucht, übergeben sie einen großen Teil der spirituellen Praxis einfach einem der fünf Elemente (Erde, Feuer, Luft, Wasser, Raum)… Mantras werden in Steine gehauen und an heiligen Plätzen niedergelegt. Wasserräder werden an einem Flusslauf angebracht sind und treiben Gebetsmühen an. Auf jedem Pass werden dem Wind Gebetsfahnen anvertraut – die verschiedenen Farben symbolisieren dabei die einzelnen Elemente und die unterschiedlichen Kräfte…

 

 

Ich lebe in Deutschland – in einem Land der Mitte. Ich liebe den Rhythmuswechsel der Jahreszeiten. Nach den Extremen der Berge habe ich die Milde unseres Windes zu würdigen gelernt. Im Vergleich zu ihnen Land ist jedes Element gnädig – vor allem, weil es sich unaufhörlich mit anderen abwechselt.

Inzwischen hängt eine Tibetische Gebetfahne auf unsere Terrasse… Das Licht der Sommersonne spielt mit den Gebeten… Der Sommerwind tanzt mit jedem Element…Manchmal kommt der Regen vorbei… Sie erinnert mich an die unvorstellbar hohen Berge, auf denen Tibet erst beginnt… Sie lehrt mich Einfachheit und Dankbarkeit…