Logik der Gefühle 1: Körper + Emotion + Denken

Die wesentlichen Strukturen unseres körperlichen, emotionalen und mentalen Bewusstsein entwickeln sich in unserer Kindheit. Körper, Fühlen und Denken bauen aufeinander auf und beeinflussen sich gegenseitig.

Wie lernen wir zu fühlen und was haben Gefühle mit Beziehungen zu tun? Wodurch entsteht unser Körperbewusstsein? Wie entwickeln sich unsere Gefühle? Und was prägt unser Denken?

Logik der Gefühle 1: Körper + Emotion + Denken

Logik der Gefühle 2: Wie wir Gefühle verschieben

Gefühle lassen sich verschieben. So werden aus Gefühlen zum Beispiel Gedanken oder körperliche Symptome. Wir können sie auch in ein anderes Gefühl verwandeln oder sie anderen Menschen ‚in die Schuhe schieben‘. Jedesmal verändert sich unsere Wahrnehmung von ihnen, aber auch, die Art und Weise, wie anderen unsere Gefühle erleben.

Logik der Gefühle 2: Wie wir Gefühle verschieben

Hand in Hand

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Im Mai 2009 habe ich für eine Woche meine Schwester Andrea Danowsky in ihrer physiotherapeutischen Praxis besucht. In einem Interview hat sie mit mir danach über ihr Verständnis von einer ganzheitlichen Physiotherapie gesprochen.

Daraus ist zwischen uns eine sehr spannende interdisziplinäre Kooperation gewachsen: Wenn ich das Gefühl habe, ein Kunde kommt in seinem Veränderungsprozess nicht weiter, weil er in alten Körperstrukturen festhängt, hat sie oft hilfreiche Hinweise für mich. Und wenn sie in ihrer Praxis erlebt, dass Körpersymptome durch Lebenskrisen, Beziehungskonflikte oder verdrängte Gefühle mitverursacht werden, findet sie oftmals in der Kombination mit meinem Knowhow innovative Behandlungsmöglichkeiten.

Seit Anfang des Jahres ist Andrea nun Partnerin in der Praxis, in der sie bereits seit einigen Jahren freiberuflich gearbeitet hat. Gleichzeitig hat sie angefangen, über ihre Sicht zur Physiotherapie in einen Blog zu schreiben. Ich staune, mit wie viel Elan und Leidenschaft sie sich für das einsetzt, was ihr am Herzen liegt.

Es macht Spass, mit jemandem Hand in Hand zu arbeiten. Wenn es dann auch noch die eigene Schwester ist, ist es ein Geschenk des Himmels.

Mit dem Körper lernen

Andrea Danowsky ist seit 20 Jahren Physiotherapeutin. Jeden Tag kommen Menschen zu ihr, um mit ihrer Hilfe einen neuen Kontakt zum eigenen Körper zu finden. Ich habe sie 1 Woche lang in ihrer Praxis begleitet – und gestaunt. Wie viel Gefühle in jedem Körper wohnt… Wie sich materialisierte Gefühle unter ihren Händen wieder zu dem wandelt, was sie ursprünglich einmal war – Liebe und Wohlwollen.
In diesem Interview spreche ich mit Andrea Danowsky über die Zukunft der Physiotherapie im 21. Jahrhundert. Und ich erfahre, wie wichtig es ist, dass sich die Physiotherapie mit der Psychologie verbindet.

Musik im Körper

Ich war gestern zu einem Hauskonzert bei Paola Tedde – Klavier, Harfe und Gesang. Nach dem Konzert spreche mit dem Pianisten und der Harfinistin. Es sind zwei junge Menschen aus Belgrad, die vor einigen Jahren nach Deutschland gekommen sind, um Musik zu studieren.

Sie erzählen mir, dass sich in Serbien mit der Sprache der Musik nach wie vor noch keine Geld verdienen läßt. Die Auswirkungen des Krieges dauern einfach um ein Vielfaches länger als der Krieg selber… Bei den Kinder, die im Krieg aufgewachsen sind, schreibt er seine Erfahrungen als Prägungscode in den Körper und wirkt so bis in die nächsten Generationen.

Der Pianist hat ganz zauberhaft gespielt, doch jedesmal wenn er vom Klavier aufstand und sich bewegte, war ich erstaunt über die Brüche in seinem Körper. Seine körperlichen Bewegungen waren so abgehackt, dass es auf einmal unvorstellbar war, dass er musikalische Harmonien so wunderbar ausdrücken kann.

Manche Begabungen finden scheinbar – trotz aller Hindernisse – ihren Weg in die Welt. Wie das möglich ist? Wie können Hände so viel Verbundenheit ausdrücken, wenn es im Körper so viele Unverbundenheiten gibt? Und was macht der Krieg aus der Musik unseres Körpers?

Würde er seine eigene Geschichte emotional aufarbeiten und die Brüche in seinem Körper erlösen… Ich bin mir sicher – seine musikalischen Begabung würden explodieren und sich um ein Vielfaches steigern.

Ich habe ein Ohr und ein Auge für besondere Begabungen – und ich weiß um die Wurzelkraft unserer Geschichte. Menschen wie ihn würde ich gerne fördern und begleiten…