Kippbilder: Alles hat zwei Seiten

Kennen Sie die Kippbilder? Durch einen anderen Blickwinkel wird eine alte Frau mit Hexengesicht auf einmal zu einer attraktiven jungen Frau. Oder die Drehbilder? Eine alte Frau mit Knollennase wird – auf den Kopf gestellt – zu einer Prinzessin.

Hat man sich erst einmal eingesehen, ist es gar nicht so leicht, seine Sichtweise zu verändern. Es braucht Zeit, einen offenen Geist, entspannte Augenmuskeln und einen weichen Blick. Manchmal braucht es sogar die hilfreichen Tipps von anderen, um das Andere sehen zu können.

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Hinweis: Der Mund der alten Frau ist die Halskette der jungen Frau. Die Nase der alten Frau ist das Kinn der jungen Frau. Das Auge der alten Frau ist das Ohr der jungen Frau.

Bei unseren alltäglichen Beziehungsproblemen ist es genauso: Wir sehen zunächst nur eine Seite – nämlich unsere eigene. Und die halten wir für eine offensichtliche Wahrheit, für objektiv richtig und – im wahrsten Sinne des Wortes – für eindeutig.

In meiner Arbeit mit Paaren erlebe ich immer wieder, wie neue Möglichkeiten entstehen, wenn sich beide – aus Liebe – in die Schuhe des Anderen stellen und die Welt aus seiner Perspektive betrachtet.

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Am Anfang steht oft die Sorge, den eigenen Standpunkt zu verlieren, wenn wir uns auf die Sichtweise des Anderen einlassen… Doch haben wir erst einmal unsere eigene Perspektive auf den Kopf gestellt, kommt das große Staunen: Unterschiede befruchten und verbinden uns –  und durch die Liebe kann aus Reibung Wärme entstehen.

Hier gibt es noch mehr Kippbilder.

2 Kommentare

  1. Es ist doch immer wieder verblüffend, wie unser Schubladendenken funktioniert.
    Wie schnell ich etwas beurteile – verurteile – oder jemanden in eine Schublade packe, ohne die Person wirklich zu kennen. Durch diesen Artikel ist mir das wieder richtig deutlich geworden. Also habe ich meine Familie dazu geholt, und wir haben zusammen die Bilder betrachtet und gerätselt und drüber geredet.
    Es ist ja immer das eigene ‘Ich’, bei dem Veränderung anfängt. Ich habe mir fest vorgenommen öffter zweimal hin zu schauen. Wenn ich es vergessen sollte, schau ich mir diese Wackelbilder noch mal an. Danke für diesen Impuls

  2. […] Sichtweisenwechsel ist mir in meiner Arbeit bis heute ein großes Anliegen. Neue Persektiven eröffnen neue […]

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