Dinge sind Möglichkeiten – bis wir wählen

Gestern in What the Bleep do we know?: ‚Dinge sind Möglichkeiten – bis wir wählen.‘

Ich stolper über die Synchronizität des Lebens…. Wählen ist die Ausrichtung, die ich mir für diesen und den nächsten Monat gewählt habe. Jetzt höre ich, dass die Quantenphysik das Universum nicht als feste Materie versteht, sondern als eine Fülle von Möglichkeiten. Erst in der Interaktion mit mir, meiner Wahrnehmung und meinem Handeln, entstehen Erfahrungen – und Materie.

Dinge sind Möglichkeiten – bis wir wählen. Meistens wählen wir auf Grund einer subtilen Suchtstruktur – immer wieder das Gleiche. Ich erlebe gerade, dass Ungeahntes möglich wird, wenn ich etwas Neues wähle: ein negativer Stern-Artikel hat positive Konsequenzen, für eine verfahrene Situation findet sich eine unkonventionelle Lösung…

So als hätte das Universum nur darauf gewartet, dass ich ihm – im Wählen – die Chance gebe, mich mit neuen Möglichkeiten zu beschenken.

Inspiration kommt von vorne

Ich bin ein Kind der 50ger und 60 Jahre. Meine Generation hat ihren Platz in der Welt als ein innerer Gegenentwurf zur ängstlichen Unterwerfung der Eltern an ein totalitäres Regime formuliert.

Selbst-Erfahrung war der Beitrag unserer Generation zum Lauf der Geschichte… In allen Varianten der Selbst-Erfahrung fanden wir Sinn und Erfüllung. Sie waren – als Erforschung des inneren Reiches – zunächst einmal ungefährlich und unpolitisch. Mit ihr haben wir uns einen unvergessenen Platz erworben… sind wir einzigartig, aber auch besonders narzisstisch geworden…

Wenn ich heute mit jungen Erwachsenen (20-30) darüber spreche, wofür sie der Generation ihre Eltern dankbar sind, dann erwähnen sie immer wieder, die Positionierung von Psychologie + Selbst-Erfahrung in der Gesellschaft. Im 21. Jhd. ist unsere Innenwelt zu einer gesellschaftlichen Selbstverständlichkeit geworden… Für die neuen Generationen liegt die Chancen des Lebens nicht mehr Innen, sondern Vorne – in der Zukunft, in unseren ungenutzten Fähigkeiten und nicht kombinierten Potentialen. Für die uns nachfolgenden Generationen ist alltagslose Selbst-Erfahrung altbacken, langweilig, esoterisch und unrelevant. Sie suchen Wege ins einfachen Handeln und praktischen Wirken.

Für unsere Zukunftfähigkeit wird es immer wichtiger, endlich über die Wiederaufbau- oder Trümmer-Generation (40ger und 50ger) und die Gründer-Generation (60ger)hinauszuwachsen und sich mit den nachfolgenden (70ger, 80ger und 90ger) und der zukünftigen Generationen (20ger und 21ger) zu verbinden.

Viele Generationen sind uns unbeachtet vorausgegangen und warten darauf, mit ihren persönlichen Erfahrungen gewürdigt zu werden. Nach mir sind bereits einige Generationen unbeachtet nachgekommen und warten darauf, dass wir die gemeinsamen Chancen nutzen…

Inspiration und Befruchtung kommen immer aus der Zukunft. Fangen wir an?