22.12.2010 | Archiviert in Beziehung im 21. Jhd.
Tags: Geben+Nehmen, Weihnachten
In der Nacht war Schnee gefallen, und dann hatte es gefroren. Der kleine Straßenkehrer zog sich wärmer an als sonst: mit der roten Pudelmütze, dem langen blauen Wollschal und den dicken roten Handschuhen. Leider hatten die Motten Löcher hineingefressen; so schaute an beiden Händen der Zeigefinger heraus und an der linken Hand auch noch der kleine Finger.
Traurig betrachtete der kleine Straßenfeger die nackten Finger, während er zur Winterstraße ging. Heute brauchte er noch keine Schneeschaufel, aber wenn es weiter schneite, würde er mit dem Besen alleine nicht mehr auskommen. Während er so die Straße kehrte, sah er auf einmal etwas im Schnee glitzern, etwas Glänzendes. Es war ein langer glänzender Faden, den der kleine Straßenkehrer aufhob.
“Engelshaar”, sagte er andächtig, “das Haar von einem Engel!” Und er wickelte das schimmernde Haar um seinen linken Zeigefinger, der am meisten fror. Das Engelshaar sah wunderhübsch aus – und es wärmte! Nicht nur der Zeigefinger wurde warm, sondern die ganze linke Hand.
“Guten Morgen, kleiner Straßenkehrer”, rief Fräulein Wunderlich, vor deren Garten er das Engelshaar gefunden hatte. Sie war gerade zu ihrem Vogelhäuschen unterwegs, um den Meisen und Spatzen Futter zu bringen. “Was hast du denn da hübsches am Finger?”, fragte sie. “Engelshaar”, sagte der kleine Straßenkehrer stolz. “Jetzt macht es mir überhaupt nichts mehr aus, dass meine Handschuhe Löcher haben.”
Fräulein Wunderlich lächelte ihm freundlich zu. Dann ging sie ins Haus zurück, holte rote Wolle und fünf Stricknadeln aus der Schublade und fing an, dem kleinen Straßenkehrer neue Handschuhe zu stricken. Sicher hat das der Engel so gemeint, dachte sie, als er sein Haar gerade vor meinen Garten legte.
Inzwischen kehrte der kleine Straßenkehrer weiter die Winterstraße. Ab und zu blieb er stehen und betrachtete glücklich seinen linken Zeigefinger. Da kam die alte Zeitungsfrau vorbei. Sie trug ihre Hände in die Schürze gewickelt, weil sie ihre Handschuhe verloren hatte.
“Frierst du?” fragte sie der kleine Straßenkehrer. Die alte Zeitungsfrau nickte. Der kleine Straßenkehrer zögerte einen Augenblick, dann löste er das Engelshaar von seinem linken Zeigefinger und gab es der Zeitungsfrau. “Du musst es um deine Hand wickeln”, sagte er, “dann frierst du nicht mehr.”
Und merkwürdig! Nicht nur die Hände der alten Zeitungsfrau wurden warm – auch die des kleinen Straßenkehrers blieben es, ja, sie wurden noch wärmer, als sie gewesen waren. (Eva Marder)
Diese Geschichte kam heute als ein Weihnachtsgruß zu mir… Geben und Nehmen sind einander so unsagbar nah. Danke Elvira + Michael..
16.12.2010 | Archiviert in Beziehung im 21. Jhd.
Tags: SocialMedia, Weihnachten
Ich diesem Jahr habe ich oft gedacht, wie dankbar ich dafür bin, in diese Zeit hinein geboren zu sein. Solange ich denken kann, hat mich fasziniert, auf welche Weise Menschen sich miteinander verbinden. In den letzten 10 Jahren konnte ich hautnah miterleben, wie sich unsere Beziehungsfähigkeit und unsere Kommunikation durch die Entwicklung neuer Technologien verändert [...]
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05.09.2010 | Archiviert in Beziehung im 21. Jhd.
Leonard Cohen war eines der emotionalen Leitbilder meiner leidenschaftlichen Jugend. Jetzt ist er wieder zu großen Konzerten zurück – älter und reifer geworden. Manchmal wächst in uns mit der Zeit einfach die Hingabe – an die Liebe und an die Dankbarkeit.
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27.08.2010 | Archiviert in Beziehung im 21. Jhd.
Tags: Liebe
Manchmal lässt sich die Liebe einfach nicht besser beschreiben als mit den Worten von Kindern – und der Sendung mit der Maus.
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16.08.2010 | Archiviert in Beziehung im 21. Jhd.
Tags: Freundschaft, Liebe, Tod
1987 ist meine meine Freundin Isis Doris Hasenbrink durch einen Unfall tödlich verunglückt. Ihr Tod war für mich ein Schicksalsschlag. Er hat meinem Leben von einem Augenblick auf den nächsten den Boden unter den Füssen entzogen hat. In meinem Herzen ist sie bis heute unvergessen. Seit ihrem Tod hat sich für mich alles – vor [...]
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27.07.2010 | Archiviert in Beziehung im 21. Jhd., Sprache
Tags: Liebe
Einsamkeit tut richtig weh – ganz egal, ob wir sie alleine oder in einer Partnerschaft erleben. Wenn Worte nicht möglich sind, ist es gut eine eigene Zeichensprache zu entwicklen. Kleine Zettel können einen Tag verzaubern… So wächst eine Brücke aus Liebe über den Unterschieden der Welt.
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21.06.2010 | Archiviert in Beziehung im 21. Jhd., Sprache
Tags: BodoWartke, Liebe, Tipps
Bodo Wartke hat Klavier und Gesang studiert. Daraus hat er sein Klavierkabarett in Reimkultur entwicklet. Ich bin begeistert davon, wie er Sprache, Musik und Humor miteinander verbindet… Hier ein wunderbares Liebeslied:
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15.06.2010 | Archiviert in Dialog der Generationen
Tags: JoanneRowling Scheitern Rückschläge
Manchmal beneide ich die Amerikaner um ihre emotionalen Ritualen. So gibt es bei ihnen zum Beispiel die Tradition der Abschlussreden am Ende des Studiums (Commencement Speech). Dazu werden Prominente aus Politik, Wirtschaft und Kultur dazu gebeten, der nächsten Generation etwas von der eigenen Lebenserfahrung mit auf den Weg zu geben. 2008 hat die Harvard University [...]
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15.05.2010 | Archiviert in Dialog der Generationen
Tags: Dialog, Motorrad
In diesem Jahr wird Johannes, mein Patenjunge, 18 Jahre alt. Er hat seit Jahren für sein Motorrad gespart. Jetzt ist er stolzer Besitzer einer KTM Duke. Für ihn ist es sicherlich eine Malboro-Erfahrung – voll mit Gefühlen von Freiheit und Männlichkeit. Doch ich erlebe darin auch seine Sehnsucht nach Einzigartigkeit, Eigenständigkeit und sozialer Bedeutsamkeit. Jetzt [...]
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30.04.2010 | Archiviert in Beziehung im 21. Jhd.
Tags: Beziehung, Freiheit, Kommunikation, Paare, VirginiaSatir
Wenn sich Paare bei mir zum Paar-Coaching einfinden, dann geht es in der Regel immer auch um die Grundbausteine der Kommunikation. In Beziehungen bestehen sie zunächst einmal aus dem Grundrecht des Hörens, des Fühlens und des Sprechens. Heute morgen habe ich mit den 5 Freiheiten die Grundwerte von Virginia Satir wieder entdeckt, die sie im [...]
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